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Der Wahnsinn made in Germany: Das Preissturz-Wochenende, das PV-Betreiber Geld kostet

Stromfee Redaktion · 12. Juni 2026

Freitagabend, 12. Juni 2026. Der deutsche Strommarkt macht Feierabend wie immer: 95,05 € je Megawattstunde im Tagesschnitt, kein einziger negativer Preis. Ein völlig normaler Tag.

Zwölf Stunden später ist dieser Markt nicht wiederzuerkennen.

Samstag, 08:30 Uhr: Der Preis fällt unter Null

Mit der steigenden Sonne beginnt der Absturz. Um 08:30 Uhr rutscht der Day-Ahead-Preis erstmals unter die Null-Linie — und bleibt dort. Nicht für eine Viertelstunde. Für über zehn Stunden, bis 18:30 Uhr. 41 negative Viertelstunden an einem einzigen Junisamstag. Der Tagesschnitt: 21,93 € — minus 77 Prozent gegenüber dem Vortag. Das Tagestief um 13:45 Uhr: −52,99 €/MWh.

Wer in diesen Stunden Strom ins Netz einspeist, bekommt kein Geld. Er zahlt drauf.

Und jetzt wird es teuer: §51 EEG

Für neue PV-Anlagen greift in genau diesen Stunden das Solarspitzengesetz: §51 EEG streicht die Vergütung auf null Cent, sobald der Preis negativ ist. Über zehn Stunden Sonnenschein — und der Zähler der Vergütung steht still. Genau dann, wenn die Anlage am meisten produziert.

Das ist kein theoretisches Szenario mehr. Das war dieser Samstag. Und der Sommer 2026 hat gerade erst angefangen.

Aber derselbe Tag hat ein zweites Gesicht

Um 13:45 Uhr kostet die Megawattstunde minus 53 €. Um 22:00 Uhr — achteinhalb Stunden später — wird dieselbe Megawattstunde für plus 110,49 € gehandelt. Dazwischen liegen 163,48 €/MWh Spanne. An einem einzigen Tag.

Wer speichern kann, sieht diesen Samstag völlig anders: Laden, wenn der Markt fürs Abnehmen bezahlt. Entladen in die Abendspitze. Der Tag, der Einspeiser Geld kostet, ist für Speicher einer der besten des Monats.

Der Film: 88 Sekunden, jede Zahl echt

Unsere KI Stromfee zeigt das ganze Wochenende im Kurzfilm — jede Zahl direkt aus den Day-Ahead-Daten (DE/LU, Quelle ENTSO-E), inklusive der echten Samstags-Preiskurve:

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Transparenz: Alle Zahlen aus ENTSO-E-Day-Ahead-Daten DE/LU, Stand 12.06.2026. Der Samstag war kein Allzeitrekord — aber ein −77-%-Sturz über Nacht mit zehn Stunden unter Null ist genau die neue Normalität, auf die sich PV-Betreiber einstellen müssen.

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