Amazon Alexa und smarte Steckdosen: So sparst du wirklich Strom

Mit einer smarten Steckdose und Alexa schaltest du Geräte per Sprache oder Zeitplan komplett ab und misst gleichzeitig ihren Verbrauch. In einem „Stromfee-Tagebuch" siehst du dann schwarz auf weiß, welcher Verbraucher heimlich Geld kostet – und kannst gezielt gegensteuern.
1. Steck die smarte Steckdose (z. B. mit Messfunktion) zwischen Wandsteckdose und Gerät. 2. Verbinde sie über die Hersteller-App mit deinem WLAN. 3. Aktiviere in der Alexa-App den passenden Skill und suche nach neuen Geräten. 4. Ordne die Steckdose einem Namen zu („Alexa, schalte den Fernseher aus"). Danach steuerst du das Gerät per Sprache, Zeitplan oder Routine – und die Messdose protokolliert den Verbrauch.

Ein Tagebuch bedeutet: Du notierst oder exportierst regelmäßig die kWh-Werte einzelner Geräte. Nur so erkennst du Muster – etwa dass der TV im Standby oder das alte Ladegerät dauerhaft zieht. Viele Mess-Steckdosen speichern Tages- und Monatswerte in der App; diese kannst du wöchentlich abgleichen. Der Effekt: Du sparst nicht nach Bauchgefühl, sondern nach Zahlen.

Priorisiere Dauerverbraucher mit hohem Standby: Fernseher samt Receiver, Spielekonsolen, Multifunktionsdrucker, Kaffeevollautomat, WLAN-Router-Zubehör und ältere Netzteile. Geräte, die du nachts oder tagsüber gar nicht brauchst, kannst du über eine Alexa-Routine automatisch abschalten. Finger weg von Kühlschrank, Gefriertruhe, Router selbst und medizinischen Geräten – die müssen durchlaufen.

Lege eine Nacht-Routine an, die um eine feste Uhrzeit alle Unterhaltungsgeräte trennt, und eine Aufwach-Routine, die sie morgens wieder einschaltet. Für den Urlaub hilft eine Routine „Ich gehe", die mehrere Steckdosen auf einmal abschaltet. Wichtig: Steckdosen komplett zu trennen spart mehr als der reine Standby-Modus, weil auch die letzte Rest-Leistung wegfällt.

Die Messwerte einfacher Steckdosen sind Näherungswerte, keine geeichten Zähler – für einen Trend reichen sie, für die Abrechnung nicht. Die Steckdose selbst und das WLAN-Modul brauchen ebenfalls etwas Strom (meist unter einem Watt). Der reale Spareffekt hängt stark von deinen Geräten und deinem Strompreis ab. Rechne mit deinem eigenen kWh-Preis nach, statt Pauschalversprechen zu glauben.
Sprachsteuerung heißt: Verbrauchsdaten und Befehle laufen über die Cloud des Herstellers und von Amazon. Nutze ein sicheres, eigenes Passwort fürs WLAN, halte die App aktuell und prüfe in der Alexa-App, welche Skills Zugriff haben. Wer keine Sprachdaten teilen will, kann viele smarte Steckdosen auch rein über Zeitpläne in der App betreiben – ganz ohne Alexa.
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