Kurzer Leitfaden: Wärmepumpe mit dem Stromfee Tagebuch überwachen

Du willst wissen, ob deine Wärmepumpe effizient läuft, und dokumentierst das im Stromfee Tagebuch. Hier bekommst du die konkreten Schritte und die Kennzahlen, auf die du täglich schaust.
1) Lege im Tagebuch einen Eintrag pro Tag an. 2) Notiere täglich Stromverbrauch (kWh) und abgegebene Wärme (kWh) deiner Wärmepumpe. 3) Ergänze die Außentemperatur bzw. Tagesmittel. 4) Halte Vorlauf- und Rücklauftemperatur des Heizkreises fest. 5) Vergleiche die Werte über mehrere Tage, um Trends statt Einzelwerte zu sehen.

Die wichtigste Zahl ist die JAZ bzw. Tages-COP: abgegebene Wärme geteilt durch aufgenommenen Strom. Notiere zusätzlich Takt-/Startzahl des Kompressors (häufiges Takten kostet Effizienz), Warmwasser-Ladezyklen und ob der Heizstab lief. So erkennst du, ob deine Anlage wirklich als Wärmepumpe und nicht überwiegend elektrisch heizt.

Für belastbare Werte brauchst du einen separaten Wärmemengenzähler am Heizkreis und einen eigenen Stromzähler für die Wärmepumpe. Viele Wärmepumpen liefern diese Werte bereits über ihre Regelung oder App aus – du überträgst sie ins Tagebuch. Ohne Wärmemengenzähler kannst du nur den Strom, nicht die Effizienz sauber bewerten.

Trag die Werte einmal am Tag zur gleichen Zeit ein, idealerweise morgens für den Vortag. Achte auf Ausreißer: plötzlich hoher Verbrauch bei milder Witterung, ungewöhnlich hohe Vorlauftemperaturen oder viele Kompressorstarts sind Warnzeichen. Ein Wochen- und Monatsvergleich zeigt dir, ob eine Einstellung wirklich etwas gebracht hat.

Verlass dich nicht auf einen einzelnen Tag – Temperatur und Nutzung schwanken zu stark. Rechne Warmwasser und Heizung möglichst getrennt, sonst verwässerst du die COP. Und prüfe, ob der Heizstab (elektrische Zusatzheizung) mitläuft: Er verfälscht die Effizienzbilanz und ist der häufigste Grund für hohe Stromrechnungen.
Mit lückenloser Dokumentation erkennst du früh, ob die Anlage schlechter wird, und kannst Einstellungen wie Heizkurve oder Warmwassertemperatur gezielt anpassen. Die Aufzeichnungen helfen dir außerdem im Gespräch mit dem Installateur, weil du konkrete Zahlen statt Bauchgefühl vorlegst.