Strompreismanagement per KI: Batteriespeicher + Stromfee Tagebuch

Du willst deinen Speicher nicht nach Uhrzeit, sondern nach dem tatsächlichen Strompreis laden und entladen. Hier liest du, wie eine KI-Steuerung das übernimmt und welche Rolle das Stromfee Tagebuch als Protokoll spielt.
Die KI-Steuerung vergleicht laufend den Börsen-Strompreis (Day-Ahead/Intraday) mit dem Ladezustand deines Speichers und entscheidet: In teuren Stunden entlädst du den Akku und deckst deinen Verbrauch daraus, in billigen oder negativen Stunden lädst du. Ziel ist, dass du teuren Netzstrom vermeidest und günstige Phasen einspeicherst – automatisch, ohne dass du selbst auf den Preis schauen musst.

In der eigenen ENTSO-E-Auswertung zählen wir für Deutschland 2026 bisher 396 Stunden mit negativem Börsenpreis, mit einem Tiefstwert von −500 EUR/MWh. In solchen Stunden ist Strom rechnerisch wertlos oder du bekämst theoretisch Geld fürs Abnehmen. Genau dann sollte dein Speicher laden statt einspeisen – eine preisblinde Zeitschaltuhr erkennt diese Fenster nicht, eine preisgeführte KI-Logik schon.

Das Stromfee Tagebuch ist die Aufzeichnungs-Ebene: Es hält fest, wann geladen/entladen wurde, welcher Preis dabei galt und wie der Ladezustand verlief. Damit kannst du jede Entscheidung im Nachhinein nachvollziehen und prüfen, ob die Steuerung wirklich in den günstigen und gegen die teuren Stunden gearbeitet hat. Ohne dieses Protokoll bleibt jede Ersparnis nur behauptet – mit ihm ist sie belegbar.

Die KI trifft die Fahrentscheidung, das Tagebuch dokumentiert sie – und aus den protokollierten Fahrten lässt sich ablesen, welche Strategie in deinem konkreten Lastprofil funktioniert hat. Du siehst also nicht nur, dass gesteuert wurde, sondern wie gut. Das ist die Grundlage, um die Steuerung nachzuschärfen, statt ihr blind zu vertrauen.

Erstens brauchst du einen Zugang zum Börsenpreis (dynamischer Tarif oder Preis-Datenquelle) – ohne aktuelle Preise kann keine KI preisgeführt steuern. Zweitens muss dein Wechselrichter/Speicher von außen ansteuerbar sein (z. B. per Schnittstelle). Drittens zählt die Zyklenbelastung: Häufiges Laden/Entladen nur für kleine Preisdifferenzen kann mehr Akku-Verschleiß als Ersparnis bringen – die Steuerung sollte den Preisabstand groß genug ansetzen.