Biogasanlage nach der Installation ins Stromfee-Tagebuch integrieren

Du hast deine Biogasanlage installiert und willst sie jetzt im Stromfee-Tagebuch dokumentieren und auswerten. Hier bekommst du die konkreten Schritte, welche Daten angebunden werden und was direkt nach der Inbetriebnahme sonst noch zu erledigen ist.
Das Stromfee-Tagebuch ist die digitale Anlagenakte: Es protokolliert fortlaufend Erzeugung, Einspeisung, Betriebszustände und Ereignisse deines BHKW an einem Ort. So hast du nach der Installation lückenlose Zeitreihen für Abrechnung, Nachweis und Optimierung – statt Werte aus mehreren Displays zusammenzusuchen.

1) Anlage im Stromfee-Portal als neues Objekt anlegen (Standort, Leistung, Inbetriebnahmedatum). 2) Datenquelle wählen: Stromzähler/Wärmemengenzähler und BHKW-Steuerung. 3) Schnittstelle verbinden (siehe nächster Abschnitt). 4) Erste Messwerte prüfen und das Tagebuch startet automatisch mit dem Aufzeichnen. Danach läuft die Erfassung ohne dein Zutun weiter.

BHKW und Zähler liefern ihre Werte meist über Modbus TCP/RTU oder ein digitales Zählerinterface (z. B. Impuls- oder S0-Ausgang, Smart-Meter-Gateway). Ein kleiner Edge-Rechner (Raspberry-Pi-Datensammler) vor Ort liest die Register aus und schickt sie ins Stromfee-System. Frag im Zweifel deinen Installateur nach der Register-Liste bzw. dem Kommunikationsprotokoll deiner BHKW-Steuerung.

Sinnvoll sind: elektrische Wirkleistung und eingespeiste Energie, Wärmeauskopplung, Betriebsstunden/Starts, Gasverbrauch sowie Blindleistung bzw. cosφ. Gerade der cosφ ist wichtig: Fällt er in Richtung 0,7, fließt fast genauso viel Blindleistung wie Wirkleistung – Netzbetreiber verlangen in der Niederspannung meist cosφ 0,90–0,95 (VDE-AR-N 4105). Das Tagebuch macht solche Abweichungen früh sichtbar.

Unabhängig vom Tagebuch musst du deine Biogasanlage in Deutschland innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister (MaStR) registrieren. Halte außerdem Zählernummern, Messkonzept und die Anmeldung beim Netzbetreiber bereit – diese Stammdaten hinterlegst du am besten gleich im Stromfee-Objekt, damit Tagebuch-Daten und Abrechnung zusammenpassen.
Sobald Daten laufen, kannst du Tages-, Monats- und Jahreswerte auswerten, Ausfälle und Leistungseinbrüche erkennen und Erträge gegen die Prognose halten. Richte dir eine Ansicht mit den für dich wichtigsten Kennzahlen ein und prüfe in den ersten Tagen täglich, ob alle Zähler plausible Werte melden.