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Das Stromfee Tagebuch zur Optimierung des BHKS (Blockheizkraftwerk) nutzen



Blockheizkraftwerke (BHKWs) sind das Herzstück vieler Biogasanlagen, da sie nicht nur Strom, sondern auch Wärme produzieren. Allerdings gibt es verschiedene Fehlerquellen, die die Effizienz und die Betriebssicherheit dieser Anlagen beeinträchtigen können. In diesem Blogbeitrag werden wir die wichtigsten Fehlerquellen bei BHKWs in Biogasanlagen beleuchten. Dabei gehen wir auf die Wirkleistung, die Blindleistung und den Leistungsfaktor (cos phi) ein und zeigen, wie das Stromfee Tagebuch diese Größen visualisiert und überwacht. Zudem werden die Vorteile dieser Transparenz und der Eigenstromverbrauch der BHKWs erläutert.


Fehlerquellen bei der Wirkleistung


Die Wirkleistung eines BHKWs ist die tatsächlich genutzte elektrische Leistung, die in das Stromnetz eingespeist wird. Zu den häufigsten Fehlerquellen in diesem Bereich gehören:

  • Verschleiß und Wartung: Mechanische Abnutzung und unzureichende Wartung können die Effizienz des BHKWs verringern und die Wirkleistung reduzieren.

  • Biogaszusammensetzung: Schwankungen in der Qualität und Menge des produzierten Biogases beeinflussen die Wirkleistung direkt. Geringere Methankonzentrationen führen zu einer geringeren Energieausbeute.

  • Anlagenausfall: Technische Defekte oder Fehlbedienungen können zu plötzlichen Leistungseinbrüchen oder kompletten Ausfällen führen.


Blindleistung und ihre Bedeutung

Blindleistung ist die nicht in nutzbare Energie umgewandelte Leistung, die jedoch für den Betrieb von elektrischen Geräten notwendig ist. Sie entsteht durch die Wechselwirkungen zwischen elektrischen und magnetischen Feldern in der Anlage. Häufige Ursachen für erhöhte Blindleistung sind:

  • Fehlende oder falsche Kompensation: Eine unzureichende Blindleistungskompensation kann dazu führen, dass unnötig hohe Ströme durch das Netz fließen, was die Verluste erhöht und die Netzstabilität beeinträchtigt.

  • Alterung der Komponenten: Elektrische Bauteile wie Kondensatoren oder Transformatoren können im Laufe der Zeit ihre Wirksamkeit verlieren, was zu einer höheren Blindleistung führt.


Der Leistungsfaktor (cos phi)

Der Leistungsfaktor, auch als cos phi bekannt, ist das Verhältnis von Wirkleistung zu Scheinleistung. Ein niedriger cos phi weist auf eine hohe Blindleistung hin und umgekehrt. Fehlerquellen in diesem Bereich sind oft:

  • Ungünstige Betriebszustände: Wenn das BHKW nicht im optimalen Leistungsbereich arbeitet, kann der cos phi sinken. Dies führt zu einer ineffizienten Energienutzung und erhöhten Kosten.

  • Fehlende Überwachung: Ohne eine kontinuierliche Überwachung und Anpassung kann der Leistungsfaktor schnell in ungünstige Bereiche abdriften.


Das Stromfee Tagebuch: Transparenz und Überwachung

Das Stromfee Tagebuch ist ein wertvolles Werkzeug, um die genannten Größen – Wirkleistung, Blindleistung und cos phi – in Echtzeit zu überwachen und zu analysieren. Durch die detaillierte Visualisierung dieser Parameter können Betreiber von Biogasanlagen:

  • Frühzeitig Fehler erkennen: Abweichungen von den Normwerten werden sofort sichtbar, sodass rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.

  • Effizienzsteigerung: Durch kontinuierliche Überwachung und Optimierung können die Betriebskosten gesenkt und die Effizienz der Anlage gesteigert werden.

  • Nachvollziehbare Daten: Alle relevanten Daten werden automatisch aufgezeichnet und stehen für Analysen und Berichte zur Verfügung.


Eigenstromverbrauch der BHKWs

Ein oft übersehener Aspekt ist der Eigenstromverbrauch der BHKWs. Auch wenn das BHKW nicht aktiv Strom produziert, können erhebliche Mengen an Eigenstrom verbraucht werden. Gründe dafür sind:

  • Standby-Verluste: Selbst im Ruhezustand benötigen viele Systeme wie Steuerungen und Überwachungseinrichtungen Strom.

  • Hilfsaggregate: Pumpen, Lüfter und andere Hilfsaggregate laufen oft weiter, selbst wenn das BHKW abgeschaltet ist.

Das Stromfee Tagebuch hilft dabei, auch diese Verbräuche sichtbar zu machen. Betreiber können somit:

  • Unnötige Kosten vermeiden: Durch die Identifikation und Minimierung von Standby-Verlusten können die Betriebskosten reduziert werden.

  • Energieeffizienz steigern: Ein bewusster Umgang mit dem Eigenstromverbrauch trägt zur insgesamt höheren Energieeffizienz der Anlage bei.


Vorteile der Transparenz

Die kontinuierliche Überwachung und Visualisierung der relevanten Parameter im Stromfee Tagebuch bietet zahlreiche Vorteile:

  • Verbesserte Entscheidungsfindung: Betreiber haben jederzeit einen umfassenden Überblick über den Zustand ihrer Anlage und können fundierte Entscheidungen treffen.

  • Vorbeugende Wartung: Potenzielle Probleme können frühzeitig erkannt und behoben werden, bevor sie zu ernsthaften Ausfällen führen.

  • Kostenkontrolle: Durch die detaillierte Analyse der Betriebsdaten können Einsparpotenziale identifiziert und genutzt werden.


Eigenstromverbrauch bei BHKWs: Eine detaillierte Analyse


Einleitung

Der Eigenstromverbrauch von Blockheizkraftwerken (BHKWs) in Biogasanlagen ist ein oft übersehener Faktor, der jedoch erhebliche Auswirkungen auf die Betriebskosten haben kann. In diesem Abschnitt gehen wir detaillierter auf den Eigenstromverbrauch ein und zeigen anhand eines Beispiels, wie unnötige Verbräuche identifiziert und beseitigt werden können. Durch eine gezielte Überwachung und Analyse des Eigenstromverbrauchs mithilfe des Stromfee Tagebuchs können signifikante Einsparungen erzielt werden.


Beispiel: Unnötiger Verbrauch durch Heizstäbe


In unserem Beispiel verbraucht das BHKW im Offline-Betrieb ca. 2 Stunden täglich 27 kW. Dies liegt an Heizstäben, die unnötigerweise anspringen. Um die jährlichen Kosten und die möglichen Einsparungen zu berechnen, gehen wir wie folgt vor:

  1. Täglicher Verbrauch im Offline-Betrieb: Ta¨glicher Verbrauch=27 kW×2 Stunden=54 kWh\text{Täglicher Verbrauch} = 27\, \text{kW} \times 2\, \text{Stunden} = 54\, \text{kWh}Ta¨glicher Verbrauch=27kW×2Stunden=54kWh

  2. Jährlicher Verbrauch im Offline-Betrieb: Ja¨hrlicher Verbrauch=54 kWh/Tag×365 Tage=19.710 kWh\text{Jährlicher Verbrauch} = 54\, \text{kWh/Tag} \times 365\, \text{Tage} = 19.710\, \text{kWh}Ja¨hrlicher Verbrauch=54kWh/Tag×365Tage=19.710kWh

  3. Kosten bei einem Strompreis von 0,30 €/kWh: Ja¨hrliche Kosten=19.710 kWh×0,30 €/kWh=5.913 €\text{Jährliche Kosten} = 19.710\, \text{kWh} \times 0,30\, \text{€/kWh} = 5.913\, €Ja¨hrliche Kosten=19.710kWh×0,30€/kWh=5.913€



Einsparpotenzial

Wenn die Heizstäbe nicht unnötigerweise anspringen würden, könnten diese Kosten vollständig eingespart werden. Durch die Überwachung des Eigenstromverbrauchs mit dem Stromfee Tagebuch können solche ineffizienten Verbräuche erkannt und behoben werden.

Vorteile der Eigenstromüberwachung mit dem Stromfee Tagebuch

Das Stromfee Tagebuch bietet eine detaillierte Visualisierung des Eigenstromverbrauchs und hilft dabei, unnötige Verbräuche zu identifizieren. Die Vorteile sind vielfältig:

  • Früherkennung von Anomalien: Die Überwachung zeigt sofort, wenn ungewöhnlich hohe Verbräuche auftreten, sodass frühzeitig Maßnahmen ergriffen werden können.

  • Optimierung des Betriebs: Durch die genaue Analyse der Verbrauchsmuster können Betriebsstrategien angepasst werden, um die Effizienz zu maximieren.

  • Kosteneinsparung: Wie in unserem Beispiel gezeigt, können erhebliche Kosten eingespart werden, indem unnötige Verbräuche vermieden werden.


Praktische Umsetzung

Um das Potenzial des Stromfee Tagebuchs voll auszuschöpfen, sollten Betreiber regelmäßig die aufgezeichneten Daten überprüfen und folgende Schritte unternehmen:


  • Analyse der Verbrauchsdaten: Regelmäßige Durchsicht der Verbrauchsdaten hilft, Muster zu erkennen und potenzielle Fehlerquellen zu identifizieren.

  • Wartung und Optimierung: Basierend auf den Erkenntnissen aus der Datenanalyse können gezielte Wartungsarbeiten durchgeführt und Betriebsparameter angepasst werden.

  • Schulung des Personals: Das Betriebspersonal sollte im Umgang mit dem Stromfee Tagebuch und der Interpretation der Daten geschult werden, um eine kontinuierliche Optimierung zu gewährleisten.


Abschluss

Der Eigenstromverbrauch von BHKWs kann einen erheblichen Einfluss auf die Betriebskosten von Biogasanlagen haben. Durch die gezielte Überwachung und Analyse dieser Verbräuche mit dem Stromfee Tagebuch können unnötige Kosten vermieden und die Effizienz der Anlage gesteigert werden. In unserem Beispiel zeigte sich, dass allein durch das Vermeiden unnötiger Heizstabbetriebe eine jährliche Einsparung von über 5.900 € möglich ist. Nutzen Sie die Möglichkeiten des Stromfee Tagebuchs, um auch in Ihrer Anlage solche Einsparpotenziale zu entdecken und zu realisieren.


Fehlerquellen bei der Abrechnung von BHKWs in Biogasanlagen: Ein tieferer Einblick



Neben den technischen Fehlerquellen und dem Eigenstromverbrauch gibt es eine weitere wichtige Dimension, die Betreiber von Blockheizkraftwerken (BHKWs) in Biogasanlagen beachten müssen: die Abrechnung durch den Netzbetreiber. Fehlerhafte Abrechnungen können erhebliche finanzielle Verluste zur Folge haben. In diesem Abschnitt beleuchten wir die häufigsten Fehlerquellen bei der Abrechnung durch Netzbetreiber und zeigen auf, wie das Stromfee Tagebuch helfen kann, solche Fehler zu identifizieren und zu korrigieren.


Fehlerquellen bei der Abrechnung durch den Netzbetreiber


Fehlerhafte Messungen

Eine der häufigsten Ursachen für Abrechnungsfehler sind fehlerhafte Messungen der eingespeisten oder bezogenen Energie. Diese Fehler können durch verschiedene Faktoren verursacht werden:

  • Defekte Zähler: Mechanische oder elektronische Defekte in den Stromzählern können zu ungenauen Messungen führen.

  • Falsche Kalibrierung: Zähler, die nicht regelmäßig kalibriert werden, können im Laufe der Zeit ungenaue Werte liefern.

  • Manipulation: In seltenen Fällen kann es zu absichtlicher Manipulation der Zähler kommen, was zu falschen Abrechnungen führt.

Falsche Tarife

Ein weiterer häufiger Fehler liegt in der Anwendung falscher Tarife. Dies kann durch:

  • Veraltete Tarifdaten: Wenn die Tarifdaten nicht regelmäßig aktualisiert werden, kann es zu Abweichungen zwischen den tatsächlich geltenden Tarifen und den berechneten Kosten kommen.

  • Falsche Zuordnung: Manchmal werden falsche Tarifgruppen oder Verbrauchsprofile angewendet, was zu ungenauen Abrechnungen führt.

Abrechnungsfehler

Fehler können auch bei der eigentlichen Abrechnung auftreten:

  • Rechenfehler: Manuelle Fehler bei der Eingabe oder Berechnung der Abrechnungsdaten.

  • Softwarefehler: Fehler in der Abrechnungssoftware, die zu falschen Berechnungen führen können.

Überwachung und Korrektur mit dem Stromfee Tagebuch

Das Stromfee Tagebuch kann helfen, diese Fehlerquellen zu identifizieren und zu beheben. Durch die kontinuierliche Aufzeichnung und Überwachung der Energieflüsse können Betreiber sicherstellen, dass die vom Netzbetreiber abgerechneten Werte mit den eigenen Aufzeichnungen übereinstimmen.

Vorteile der Nutzung des Stromfee Tagebuchs
  • Verifikation der Messwerte: Durch den Abgleich der eigenen Messwerte mit den Abrechnungen des Netzbetreibers können Abweichungen schnell erkannt werden.

  • Transparenz der Tarifanwendung: Das Stromfee Tagebuch kann auch die angewendeten Tarife dokumentieren, sodass falsche Tarifanwendungen sofort auffallen.

  • Dokumentation und Beweissicherung: Im Falle von Unstimmigkeiten dient das Stromfee Tagebuch als Beweismittel, um Korrekturen bei den Netzbetreibern durchzusetzen.



Praktische Beispiele

Ein konkretes Beispiel für die Überwachung und Korrektur von Abrechnungsfehlern könnte wie folgt aussehen:

  1. Fehlerhafte Messungen erkennen: Betreiber stellen fest, dass die vom Netzbetreiber abgerechneten Werte deutlich von den eigenen Messwerten im Stromfee Tagebuch abweichen. Eine genaue Überprüfung der Zähler ergibt, dass einer der Zähler nicht korrekt kalibriert ist. Nach einer Kalibrierung und Korrektur der Messwerte können die Abrechnungen angepasst werden.

  2. Falsche Tarifanwendung korrigieren: Es wird festgestellt, dass ein veralteter Tarif zur Abrechnung herangezogen wurde. Durch die Dokumentation der korrekten Tarifdaten im Stromfee Tagebuch können die Betreiber nachweisen, dass ein falscher Tarif angewendet wurde und eine Korrektur verlangen.

  3. Rechenfehler nachweisen: Ein Abgleich der Rechnungen mit den Aufzeichnungen im Stromfee Tagebuch zeigt, dass bei der manuellen Eingabe ein Fehler gemacht wurde. Mithilfe der detaillierten Aufzeichnungen kann der Fehler nachgewiesen und die Rechnung korrigiert werden.

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