Growatt Infinity 1500 online testen mit dem Stromfee Tagebuch

Du willst wissen, ob deine Growatt Infinity 1500 noch die volle Kapazität liefert – ohne Fachwerkstatt. Mit dem Stromfee Tagebuch dokumentierst du Lade- und Entladewerte online und siehst den echten Speicher-Zustand über die Zeit.
1) Lade die Infinity 1500 einmal voll (100 %). 2) Entlade sie mit einem bekannten Verbraucher, z. B. einer Glühlampe oder Heizung mit fester Watt-Zahl, bis sie leer ist. 3) Notiere im Stromfee Tagebuch: Startzeit, Endzeit, Verbraucher-Leistung und angezeigte Ladung. 4) Trage die Werte online ein – daraus berechnet das Tagebuch die tatsächlich entnommene Energie in Wattstunden.
Die Growatt Infinity 1500 hat rund 1.264 Wh nutzbare LiFePO4-Kapazität. Rechne: entnommene Wh = Verbraucher-Watt × Laufzeit in Stunden. Kommst du frisch nahe an 1.000–1.100 Wh nutzbar heran, ist alles gut – zwischen Nennkapazität und Steckdose gehen durch Wechselrichter-Wandlung normal 10–20 % verloren. Deutlich weniger deutet auf Alterung oder ein Zellproblem hin.

Die Growatt-App (ShinePhone) zeigt dir Ladestand und aktuelle Leistung in Echtzeit. Das Stromfee Tagebuch ergänzt die Langzeit-Sicht: Es speichert jeden Test-Durchlauf, vergleicht die nutzbare Kapazität über Wochen und Monate und macht so den schleichenden Kapazitätsverlust sichtbar – genau das siehst du in der App-Momentaufnahme nicht.
Notiere pro Test: Datum, Anfangs- und End-Ladestand (%), verwendeter Verbraucher und dessen Watt, Lade- und Entladedauer sowie die Umgebungstemperatur. LiFePO4-Zellen liefern in der Kälte kurzzeitig weniger – deshalb ist die Temperatur wichtig, damit du echte Alterung nicht mit einem Kälte-Effekt verwechselst.
Ein voller Lade-Entlade-Test alle 2–3 Monate reicht für ein aussagekräftiges Tagebuch. Teste immer unter ähnlichen Bedingungen (gleicher Verbraucher, ähnliche Raumtemperatur), sonst sind die Durchläufe nicht vergleichbar. Growatt gibt für die Infinity 1500 über 3.000 Ladezyklen bis 80 % Restkapazität an – ein Tagebuch zeigt dir, wo du auf dieser Kurve stehst.
Miss nicht bei angeschlossenem Ladegerät – dann testest du das Netzteil, nicht den Akku. Nutze einen Verbraucher mit konstanter Leistung; Geräte mit schwankendem Verbrauch (Kühlschrank, Werkzeug) verfälschen die Rechnung. Und vergleiche AC-Entnahme nur mit AC-Werten, DC nur mit DC – sonst rechnest du die Wandlungsverluste doppelt.
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Speicher-Wert berechnen →Großspeicher-Batterie-Monitoring: So überwachst du einen Batterie-Großspeicher richtig
Beim Monitoring eines Batterie-Großspeichers geht es um dasselbe Prinzip wie beim Tagebuch für die kleine Infinity 1500 – nur eine Größenordnung höher und dauerhaft statt einmalig. Ein Großspeicher (gewerblich oder netzgekoppelt, typisch im MW-/MWh-Bereich statt Wattstunden) liefert keine einzelne Entladekurve, sondern läuft rund um die Uhr mit ständigem Laden und Entladen. Monitoring heißt hier: Du liest die Betriebswerte laufend live aus dem Batteriemanagementsystem (BMS) aus und dokumentierst sie über die Zeit, statt dich auf das Schönwetter-Portal des Herstellers zu verlassen. Nur so siehst du den echten Zustand – von der Gesamtanlage bis zur einzelnen Zelle.
Achte auf diese Kern-Kennzahlen, die jedes seriöse BMS ausgibt: Ladezustand (SoC, State of Charge, in %), Gesundheitszustand (SoH, State of Health – die noch verfügbare Kapazität gegenüber neu), die Zellspannungs-Spreizung (Differenz zwischen höchster und niedrigster Zellspannung – ein enger Wert spricht für gesunde, balancierte Zellen), die Modul-Temperaturen, den Lade-/Entladestrom sowie Zyklenzahl und Round-Trip-Wirkungsgrad. Genau wie beim kleinen Speicher gilt: Zwischen eingespeister und wieder entnommener Energie geht durch Wandlung Energie verloren – beim Monitoring rechnest du entnommene Energie = Leistung × Laufzeit und vergleichst sie mit der eingespeisten, um den echten Wirkungsgrad und die reale nutzbare Kapazität über die Zeit zu verfolgen.
Große Speicher geben ihre Werte nicht per App-Screenshot, sondern über eine offene Datenschnittstelle heraus – in der Regel Modbus (TCP/RTU) oder SunSpec, teils über eine REST-API des Herstellers. Der Weg: Du greifst die Register direkt an der Anlage ab (nach Hersteller-Spezifikation), schreibst SoC, SoH, Zellspannungen, Ströme und Temperaturen fortlaufend in eine eigene Datenbank und trägst sie in ein Zeit-Tagebuch ein. Der Vorteil gegenüber dem Hersteller-Portal: Du bekommst jeden Wert register-echt und live bis auf die einzelne Zelle – zum Beispiel bei einem LFP-Großspeicher mit 10 MW / 20 MWh, dessen Kennzahlen so vollständig gläsern nachvollziehbar bleiben.
Worin unterscheidet sich Großspeicher-Monitoring vom Testen eines mobilen Akkus?
Der mobile Akku wird einmalig voll geladen, mit bekanntem Verbraucher entladen und die Wattstunden werden gemessen. Ein Großspeicher wird dagegen dauerhaft überwacht: Das BMS liefert SoC, SoH, Zellspannungen und Temperaturen live über Modbus oder SunSpec, und du dokumentierst die Werte fortlaufend über Wochen und Monate statt in einem einzelnen Entladelauf.
Welche Schnittstelle brauche ich fürs Batterie-Monitoring eines Großspeichers?
Meist Modbus (TCP oder RTU) oder SunSpec, seltener eine REST-API des Herstellers. Über diese Register liest du die Betriebsdaten direkt aus der Anlage aus – unabhängig vom Hersteller-Portal – und kannst jeden Wert bis auf die einzelne Zelle gläsern nachvollziehen.